Hier nun ein paar der mir am häufigsten gestellten Fragen und ein paar meiner Erfahrungen. Ich antworte nach bestem Wissen und Gewissen und habe nicht den Anspruch allwissend oder unfehlbar zu sein. Sein Sie also bitte nachsichtig, wenn eine Antwort nicht Ihre Zustimmung findet.
WAS IST DENN DAS FÜR EIN HUND - WO KOMMT DER DENN HER?
Aus alten Knochenfunden ist bekannt, dass bereits die Kelten sehr große Hunde hatten. Man vermutet, dass diese die Vorgänger der heutigen Irish Wolfhounds waren. Mit den Kelten kamen die Hunde schließlich nach Irland. Der Name stiftet etwas Verwirrung. Er leitet sich nicht durch nahe Verwandtschaft oder Ähnlichkeit zu Wölfen ab, sondern stand für den Gebrauch der Hunde. Sie wurden zur Jagd auf Wölfe benutzt. Der Irish Wolfhound gehört zu der Gruppe der Windhunde und ist ein Hetzjäger. Er jagt auf Sicht. Er schnüffelt also nicht auf Beutesuche am Boden herum, sondern hält mit hoch erhobenem Kopf Ausschau danach und nimmt den Geruch, den der Wind ihm zuträgt, auf. Im Gegensatz zu anderen Windhunden hat der Irish Wolfhound jedoch einen relativ breiten Brustkorb. Dieser diente unter anderem dazu seine Beute über den Haufen zu rennen. In den letzten Jahrzehnten war man jedoch bemüht, Hunde mit möglichst geringem Jagdtrieb zu züchten.
DER BRAUCHT DOCH BESTIMMT VIEL PLATZ UND AUSLAUF?
Natürlich muss der Liegeplatz für einen Irish Wolfhound großzügiger bemessen sein, als der für einen kleinen oder mittelgroßen Hund. Trotzdem bin ich nicht der Meinung, ein Halter von einem Irish Wolfhound müsse unbedingt in einem Haus mit eigenem Garten leben. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich große Hunde in der Wohnung viel ruhiger verhalten und weniger auffallen, als so ein kleiner Wirbelwind. Da ist auch der Irish Wolfhound keine Ausnahme. Immer vorausgesetzt natürlich, dass genügend Auslauf gewährleistet ist und der Hund ausgelastet ist. Ein Wohnung sollt jedoch entweder ebenerdig liegen oder es sollte ein Fahrstuhl vorhanden sein. Junge Hunde dürfen in den ersten Monaten (bei Irish Wolfhounds die ersten 9 Monate) keine Treppen laufen und auch im Alter kann dies problematisch werden. Bereits das Gewicht eines erst wenige Monate alten IW's macht es leider unmöglich ihn die Treppen rauf und runter zu tragen.
Junge Hunde dürfen anfangs auch keine langen Spaziergänge machen. Dies könnte das Wachstum zu stark anregen, wobei es dann u.a. zu Spätfolgen wie Knochenschädigungen kommen kann. Beginnen sie bei einem 3-4 Monate alten Hund mit mehreren ca. 10 minütigen Spaziergängen. Sie können diese dann alle 4-6 Wochen um 10 Minuten verlängern.
Wer berufstätig ist, sollte sich nicht einen einzelnen Hund anschaffen, sondern sowohl für Gesellschaft mit Artgenossen, als auch Auslaufmöglichkeit sorgen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Hund dann die ganze Zeit draußen unter freiem Himmel verbleiben sollte. Es sollte ein mäßig warmer, trockener, frei zugänglicher Raum vorhanden sein. Außerdem liebt und braucht der Irish Wolfhound Familienanschluss. Da ändern auch andere Artgenossen nichts daran. Da sich der IW nicht gerade als Wachhund eignet, ist auch dies kein Grund, ihn draußen zu lassen.
Ich gehe meist morgens vor der Arbeit und nach meiner Rückkehr jeweils ca. 1 Stunde mit meinen Hunden spazieren. An freien Tagen genießen wir aber auch durchaus ausgiebigere Wanderungen. Während ich arbeiten bin, können sie durch eine Klappe in der Tür rein und raus, entweder in den Hauswirtschaftsraum, wo es warm und trocken ist, ihr Bett, Futter und Wasser steht, oder in den ca. 1000 m² großen Garten. Dieser wird auch ausgiebig zum Spielen und Toben genutzt. Der IW ist im Vergleich zu einem Schäferhund oder Bordercollie weniger agil und liebt es auch durchaus, sich als Couchpotato zu betätigen. Wenn ich zuhause bin, lieben sie es daher auch sehr bei mir im Wohnzimmer zu liegen und mit mir und den Katzen zu schmusen.
WIE ALT WIRD SO EIN HUND?
Grundsätzlich haben große Hunde eine kürzere Lebenserwartung als kleine. Als ich ca. 1981 meinen ersten IW bekam, hieß es noch, sie würden ca. 12 Jahre alt werden. Mein damaliger Hund erreichte dieses Alter jedoch aus gesundheitlichen Gründen leider nicht. Leider ist in den letzten 24 Jahren das Durchschnittsalter auf ca. 8 Jahre gesunken. In einzelnen Fällen können sie jedoch auch heute noch über 10 Jahre alt werden. Durch entsprechende Voruntersuchungen wird versucht das Risiko der Herzkrankheit Dilative Kardiomiomypathie, HD und ED (siehe unter Gesundheit) gering zu halten, indem betroffene Hunde aus der Zucht ausgeschlossen werden. Allerdings ist noch nicht eindeutig geklärt, ob diese Krankheiten wirklich vererblich sind. Es können auch andere Faktoren der Auslöser sein. Unter anderem trägt auch der Halter mit seiner Vor- und Fürsorge nicht unerheblich zu der Lebenserwartung seines Hundes bei.
DER FRISST DOCH BESTIMMT ZIEMLICH VIEL? WAS KOSTET DAS DENN? WAS UND WIE VIEL FÜTTERN SIE DENN? – kurz und gut: ERNÄHRUNG!
Die Futterkosten für einen ausgewachsenen IW sind nicht viel höher als die für einen Hund der Größe und Schwere eines Schäferhundes oder Rottweilers. Während der Wachstumsphase sollte jedoch Wert auf eine besondere Sorgfalt gelegt werden, um ein gesundes Wachstum von Knochen und Muskeln zu gewährleisten. Nachlässigkeit in dieser Zeit, kann sich später mit einem kranken Hund rächen. Da die Wachstumsphase eines großen Hundes länger ist als die eines kleineren, sind die Kosten in dieser Zeit sicherlich höher.
Ob ein Hund jetzt Fertigfutter (Trocken- oder Nassfutter) oder Frisch-/Rohfutter erhalten sollte ist sehr umstritten und jede Fütterungsart findet sowohl Befürworter als auch Kritiker, es scheiden sich die Geister. Ich möchte hier weder der einen, noch der anderen die Stange halten. Allerdings will uns die Futtermittelindustrie immer wieder weiß machen, nur ihr jeweiliges Produkt wäre das einzig Richtige, selber könnten Sie ihren Hund gar nicht gesund ernähren. Aber lassen sie sich davon nicht beirren.
Der Hund ist ein Beutetier, d.h. er frist in freier Wildbahn nicht nur das Beutetier mit Fleisch, Innereien, Knochen und Blut, sondern auch den Magen- und Darminhalt, was deutlich macht, dass für eine gut funktionierende Verdauung neben Fleisch auch pflanzliche Stoffe, natürliche Mineralien und Vitamine benötigt werden. Falsche Ernährung kann besonders in der Wachstumsphase – und vor allem bei großen Hunden - bleibende Folgen haben. Häufig kommt es zu Überversorgung mit Energie, was ein zu schnelles Wachstum verursacht. Da der Welpe „nur“ schnell wächst, jedoch nicht dick wird, wird dieser Fütterungsfehler oft erst zu spät erkannt. Folge ist, dass die Knochen länger werden, die Muskelmasse zunimmt. Da die Knochen jedoch noch weich und formbar sind und dem zu großen Gewicht und dem Muskelzug nicht gewachsen sind, kann es zu Fehlstellungen oder der Ausbildung ererbter Skeletterkrankungen kommen (z.B. Hüft- oder Ellenbogengelenksdisplasie – Abkürzung HD / ED).
Sollten Sie sich dafür entscheiden das Futter Ihres Hundes selber herzustellen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Nahrung, die dem Alter entsprechende, benötigte Menge an Vitaminen und Mineralstoffen enthält. In Alleinfutter (Trocken- und Nassfutter) sind diese Stoffe bereits meist enthalten, kontrollieren Sie dies auf der Verpackung.
Ich habe bisher noch keinen IW kennen gelernt, der kein Obst liebt. Meine würde für einen Apfel oder eine Birne sogar das beste Stück Fleisch liegen lassen. Beim Spaziergang pflücken sie sich selber die Brombeeren vom Strauch und sind im Herbst nur schwer wieder unter den Obstbäumen wegzulocken.
Ganz allgemein sollte jedoch jeder, der sich einen IW zulegt, mit ca. 100,- € im Monat / pro Hund an Ausgaben rechnen, um nicht später den Hund aus finanziellen Gründen abgeben zu müssen, weil man dann plötzlich merkt, dass man sich ihn nicht leisten kann. Selbst wenn sie nicht jeden Monat 100,- € verbrauchen werden. Da die IW's eine recht robuste Rasse sind, fallen meistens nicht sehr viele Tierarztkosten an. Die Preise für Welpen liegen bei ca. 1.500,- €.
WIE OFT MUSS DER HUND GEFÜTTERT WERDEN
Welpen mit 8-12 Wochen sollten sie mindestens 4 x am Tag füttern. Bei Welpen mit 4 – 8 Monaten reichen 3 Mahlzeiten am Tag. Ab ca. 9 – 10 Monaten füttern Sie 2 x am Tag. Bei großen Hunden, wie den IW's sollten sie das Futter auch im Erwachsenenalter auf 2 Mahlzeiten verteilen. Eine große Futtermenge auf ein Mal, könnte einer Magendrehung Vorschub leisten (siehe unter Gesundheit). Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nach dem Fressen eine ca.1-2 stündige Ruhepause einlegen kann. Also besser nach dem Spaziergang oder Spielen füttern, als vorher.
Es sollte immer genügend frisches Wasser frei zugängig zur Verfügung stehen. Falls Sie Trockenfutter füttern, braucht Ihr Hund mehr Wasser als sonst.
Seit der ersten Läufigkeit haben sich meine Hunde ihr Fressverhalten deutlich verändert, war der Napf vorher in Nullkommanichts leer, lassen sie sich jetzt viel Zeit, kauen genüsslich, fressen etwa die Hälfe von dem was im Napf ist direkt und den Rest über die Zeit bis zur nächsten Fütterung verteilt. Ich halte nichts davon, ihnen den Napf nach einer Stunde weg zu nehmen und erst bei der nächsten regulären Fütterungszeit wieder hin zu stellen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind ja bekanntlich auch gesünder J
Außerdem füttere ich eine Art Mix aus Roh- und Fertigfutter. So bekommen die Hunde auch mal ein ganzes Stück Fleisch, Pansen, oder ähnliches. Damit sind sie dann eine ganze Weile beschäftigt. Fressen soll ja auch Spaß machen. Sie glauben ja gar nicht, wie interessant für einen Hund ein rohes Ei sein kann und wie lange er damit beschäftigt ist.
WIE VERMEIDE ICH DAS BETTELN? DER KANN IHNEN DOCH DAS ESSEN VOM TELLER HOLEN!
Ich habe meinen Hunden das Betteln erst gar nicht angewöhnt. D.h. ich habe sie nie gelernt, dass das was ich esse auch etwas für sie sein könnte, kurz gesagt, während ich esse oder koche, haben sie davon noch nie etwas abbekommen. Am Besten ist, wenn der Hund sein Futter nicht mit Ihrer Nahrung in Zusammenhang bringt. Abgesehen davon ist unsere Ernährung für den Hund nicht immer gut. Verzichten sie lieber darauf, Ihren Hund mit gut gewürzten Speisen zu verwöhnen, sie würden ihm damit keinen Gefallen tun.. Tischreste wie Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse - sofern nicht zu stark gewürzt - nicht sofort am Tisch oder in der Küche füttern, sondern besser der nächsten regulären Mahlzeit beigeben. Von Fleisch- und Fischgerichten übrig gebliebene Knochen und Gräten gehören nicht in den Hundenapf, sondern in den Mülleimer. Des Weiteren sollte von Anfang an klar sein, dass Sie der Ranghöchste sind. Als eine meiner Hündinnen mir einmal meinen Kakao „klauen“ wollte, habe ich sie nach Hundemanier angeknurrt, die Zähne gezeigt (wichtig ist dabei, dem Hund nicht in die Augen zu schauen, den Augenkontakt soll ja etwas gutes sein und nicht mit einer Drohgebärde in Verbindung gebracht werden) und leicht nach ihrem Ohr geschnappt. Sie hat es nie wieder versucht
DIE ZIEHEN SIE DOCH BESTIMMT DURCH DIE GEGEND? KÖNNEN SIE DIE DENN ÜBERHAUPT HALTEN? Kurz und gut: ERZIEHUNG!
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder Hund ein gewisses Maß an Erziehung haben sollte, egal ob groß oder klein. Aber natürlich sind die Auswirkungen bei einem großen Hund meist auch größer, als bei einem kleinen. Nehmen wir doch ruhig einmal das Beispiel des Spazierengehens. Wenn ein kleiner Hund zieht und zerrt, ist das höchstens lästig oder nervig. Im Notfall wird er eben mal getragen. Aber ein IW????? Tragen unmöglich!!! Der zerrt sie dann ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend, durchs Gebüsch, über die Straße, weil er da z.B. jemand oder etwas begrüßen will - wenn Sie Glück haben, kommt gerade kein Auto - drüben angekommen, springt er freudig an seinem „Freund“ hoch, der fällt hin, bricht sich ein Bein…..
Aber all das muss ja nicht sein. Iw's sind ziemlich gelehrig. Beginnen Sie schon im Welpenalter mit der Erziehung und halten sie die Übungen spielerisch. Umso mehr Spaß es dem Hund macht, umso schneller lernt er auch. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Clickertraining gemacht. Bestrafen sie den Hund nicht, wenn sie der Meinung sind, er habe etwas falsch gemacht, das versteht er sowieso nicht und sie laufen Gefahr einen seelisch verkrüppelten Hund zu haben. So groß der IW auch ist, so sensibel ist er auch. Er wird sich nach Kräften bemühen es Ihnen recht zu machen. Erwarten sie aber jetzt nicht, aus einem IW einen Schäferhund zu machen. Wenn sie „Platz“ sagen wird er nicht , wie ein Schäferhund, in der nächsten Sekunde neben ihnen am Boden liegen. Er wird sie erst einmal fröhlich, freudestrahlend, schwanzwedelnd anschauen, prüfen ob sie denn jetzt wirklich meinen, was sie gerade gesagt haben, überlegen, ob er das denn jetzt auch tun soll, sich dann gaaanz langsam in Bewegung setzen und sich dann endlich in Zeitlupentempo hinlegen. Etwas schneller geht das dann mit Leckerli J. Nicht dass sie jetzt meinen, dass er dumm wäre und die Kommandos nicht verstehen würde. Weit gefehlt. Ich brauchte meist maximal 3 Leckerlis bis sie ein neues Kommando verstanden hatten. Sollten sie von ihrem Hund erwarten, dass er stundenlang irgendwelchen Bällen oder Stöckchen hinterher rennt, legen sie sich nicht einen IW zu. Ein IW ist kein Apportierhund, in den meisten Fällen wird er sich denken, „Wieso sollte ich dem das, was er so offensichtlich nicht mehr haben will, zurückbringen???“
SIND ALLE WÖLFE GRAU?
Irish Wolfhounds gibt es in allen möglichen Farben: Weiß, creme, rot, grau, schwarz gestromt, nicht gestromt. Die Fellfarbe eines Hundes sollte bei der Auswahl eines Hundes nicht das entscheidende Merkmal sein. Glauben Sie mir, dem Hund ist Ihre Haarfarbe mit Sicherheit egal J.
WIE VERHALTEN DIE SICH GEGENÜBER VON KINDERN UND ANDEREN TIEREN?
Alle IW's, die ich kennen lernen durfte, waren ausgesprochen kinderlieb. Auch meine bilden da keine Ausnahme, obwohl ich selber ja keine Kinder habe. Dafür gehen bei uns aber die Nachbarskinder ein und aus, die gerade wegen den Tieren besonders gerne kommen. Sie werden von den Hunden begeistert und liebevoll begrüßt. Überhaupt lieben sie alles was klein ist ganz besonders. Umso kleiner, umso besser, egal ob das kleine Kinder, die Hasen und Katzen der Nachbarn oder die eigenen sind. Als sie 7 ½ Monate alt waren, adoptierten sie ein ca. 9 Wochen altes Kätzchen, das sie vor dem Erfrieren retteten, indem sie es warm hielten, bis ich nach Hause kam. Ganz aufgeregt wollten sie es mir dann zeigen, aber es dauerte eine Weile, bis ich dumm Mensch das verstand. Seither ist „Krümel“, die Katze, ein Mitglied unserer Familie und wird heiß geliebt von den IW's. Dieses Verhalten ist bei dieser Rasse keine Seltenheit. Mein erster IW war im Umgang mit kleinen Kindern ebenfalls sehr sanft, rücksichtsvoll und fürsorglich, was bei einem so großen Hund schon erstaunlich ist. Meine jetzigen sind etwas ungestümer, aber das tut der Liebe keinen Abbruch J.
FALLEN DIE UNTER DIE LANDESHUNDEVERORDNUNG?
Nein, daher muss ein IW auch keinen Maulkorb tragen. Allerdings müssen IW's in manchen Bundesländern / Gemeinden in bewohnten Gegenden an der Leine geführt werden, da sie ja eine Höhe von 40 cm und ein Körpergewicht von 25 Kg überschreiten. Erkundigen Sie sich am Besten bei Ihrer Gemeinde danach, wie sich das bei Ihnen verhält. Bei richtiger Erziehung (s.o.) dürfte Leinenführigkeit ja aber kein Problem darstellen.
HABEN DIESE HUNDE JAGDTRIEB?
Diese Frage ist leider nicht allgemeingültig zu beantworten. Zwar hat man in den letzten Jahrzehnten versucht Irish Wolfhounds mit möglichst wenig Jagdtrieb zu züchten. Man sollte jedoch den ursprünglichen Gebrauch des Hundes nicht vergessen und so kann es, trotz aller Bemühungen, selbst bei einer Rasse, die für ihre Sanftmütigkeit bekannt ist, vorkommen, dass ein Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb dabei ist. Mein erster Hund hatte einen einigermaßen ausgeprägten Jagdtrieb was Federvieh anging. Allerdings erst seit ihm so ein dummes Huhn vier Mal an der Nase vorbei über die Pfoten sprang. Beim fünften Mal war es dann um das Huhn geschehen. Meine jetzigen Hunde haben bisher keinerlei Jagdtrieb gezeigt. Vor kurzem lief bei einem Spaziergang ca. 5 Meter vor uns ein Reh über den Weg. Mir rutschte schon das Herz in die Hose, aber obwohl die Hunde frei liefen, machten sie keinerlei Anstalten dem Reh hinterher zu jagen.
DA TRAUT SICH JA SICHER KEIN EINBRECHER MEHR REIN?
Das kann ich nur hoffen, denn ein Irish Wolfhound ist nicht gerade der geeignete Wachhund. Angesichts der unbändigen Freude, die meine Hunde jedem Besucher gegenüber an den Tag legen, würden sie einen Einbrecher wahrscheinlich eher freudig schwanzwedelnd empfangen. Allerdings hoffe ich darauf, dass schon der Anblick der imposanten Hunde ausreicht, um jeden möglichen Einbrecher in die Flucht zu schlagen (und dass die 2 Polizisten, die neben mir wohnen, ihr übriges zur Abschreckung beitragen). Zwar bellen sie auch manchmal, jedoch sind dann meist die Kühe auf der Wiese gegenüber gemeint.